Übrigens Nr. 48
aktuelles Pflanzengeschehen in Ansbach
eingestellt am 04.02.12 (die eingefügten Links werden nicht aktuell gehalten, funktionieren also vielleicht manchmal nicht mehr)

Tanne- oder Fichte? das ist schon von weitem zu erkennen!
Bei der Januar-Wildpflanzenführung ging es in den Wald, um Tannenmisteln aufzusuchen. Bei dieser Führung ergibt sich immer wieder als Seitenthema, den Unterschied zwischen Tanne und Fichte zu zeigen und zu besprechen. Die Teilnehmer waren daran so interessiert, dass ich dieses Thema als „Übrigens“ aufwerfe.
Im üblichen Sprachgebrauch werden die beiden Gattungen Abies - Tanne und Picea - Fichte reichlich durcheinandergeworfen. Man spricht vom Tannenzapfen, wenn man den Fichtenzapfen meint, von der Blautanne, wo eine Blaufichte gemeint ist und der Tannenbaum als Weihnachtsbaum kann Fichte, Tanne / Edeltanne sein.
Erste Annäherung an die beiden Baumarten ist die Beobachtung des Habitus (Baumgestalt) von weitem. Das sehen Sie gut in Natura, wenn Sie von Ansbach nach Schalkhausen kommen. Sofort nach dem Ortseingangsschild rechts liegt ein Anwesen, auf dem 2 Nadelbäume stehen. Der Baum an der Straße, (die Tanne) hat keine richtige Baumspitze, sondern mehrere Äste stehen schräg nach oben. Man spricht hier vom „Storchennest“. Die Hauptäste stehen waagrecht oder etwas nach oben gewinkelt vom Baumstamm ab. Kleinere Seitenzweige sind waagrecht.
Der hintere Baum, (die Fichte) hat eine richtig ausgeprägte Spitze. Die Hauptäste gehen in einem sanften Bogen schräg nach oben und die Seitenäste hängen lang nach unten.
Die Fichte wirkt insgesamt viel dynamischer und bewegter als die starre Tanne.
Auch von der Nähe gibt es viele Unterschiede, die natürlich auf diesem Privatgrundstück nicht untersucht werden können. Im einzelnen sind sie bei diesen beiden Portraits dargestellt:
http://www.baumkunde.de/Abies_alba/
http://www.baumkunde.de/Picea_abies/

Die Unterschiede liegen in Nadelspitze, -farbe, -querschnitt und -ansatz, in Zapfenstellung und Zapfenfall, in Rindenstruktur und in der Knospenform und –stellung.
Zur Mistelführung hatte ich neulich einen bereits reichlich zerbröselten Tannenzapfen dabei, den ich (und das ist sehr selten) gefunden hatte. Die Zapfenspindel war sehr dick und fest, die Zapfenschuppen waren doppelt so groß wie von Fichten und die geflügelten Samen waren richtig groß und schmeckten unglaublich intensiv zitronig-harzig.


Über meine Übrigens-Artikel:
Auf dieser Übrigens-Seite wird ca. alle 6-8 Wochen ein neuer Artikel eingestellt, der mit wenig Layout , aber aktuellem Inhalt unaufwendig gestaltet wird. Da es für allgemeine Beschreibungen von Pflanzen meist gute Internet-Quellen gibt, stelle ich die Links an den entsprechenden Stellen direkt ein. Damit ist die Urheberschaft deutlich hervorgehoben.
Bitte haben Sie Verständnis, dass ich kein Archiv dieser Artikel anbiete, da ich sonst alle diese Links aktuell halten müsste.
Wer die vorigen Artikel aber gerne (ohne aktualisierte Links) haben möchte, dem schicke ich auf Anfrage gerne eine Word-Datei oder PDF-Datei.
Bisher gab es folgende Themen:
1. Pfeilkresse, Cardaria draba (syn. Lepidium draba)
2. Trompetenbaum, Catalpa bignonioides am Carolinum
3. Maulbeerbaumhecke, Morus alba in der Feuchtwanger Straße
4. Kornelkirsche, Cornus mas, Luitpoldschule
5. Mispel, Mespilus germanica im Hofgarten
6. Andentanne, Araukarie im Falkenweg
7. Eschen, Fraxinus excelsior im Winter am Rezat-Parkplatz
8. Ulmen am Schlossberg und am Kasernendamm
9. Baumhasel, Corylus colurna
10. Traubenkirsche, Prunus padus
11. Klettergehölze an der Lärmschutzwand
12. Neophyten in Ansbach
13. Die Sumpfzypresse im Schlossgraben
14. Die Platane
15. Winterjasmin
16. Silberahorn
17. rotblühende Kastanien
18. ein besonderer Garten in der Dürnerstraße
19. blühende Wegränder
20. Efeublüte
21. Eschen-Special
22. Die Mistel
23. Die Forsythie
24. Birnbäume
25. Ansbachs Steppenkerzen
26. Walnussbäume

27. Kleinbäume in der Eichendorffstraße
28. Graue Riesen (Zedern)
29. Strauch-Rückschnitt
30. Winterlinge
31. Rotdorn
32. Felsenbirne
33. Wachstumsleistung der Heckenrose
34. Schlingknöterich
35. Veranstaltungen Garten und Natur
36. Efeu-Varianten
37. Blauregen, Glyzinien
38. Der Silbergarten am Bezirksrathaus
39. Besonderes wird gewöhnlich
40. Amberbäume in der Karpfenstraße
41. Platane 2
42. Abgesang auf die Bäume der Promenade
43. Huflattich
44. Maifrost
45. ein immergrünes Gärtlein
46. Die Eiben
47. Schneebeeren in Ansbach